Sicher durch die Straßen: die Playlist „Entspannt Autofahren“ von Amazon Music

In einer aktuellen Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus in Zusammenarbeit mit der GfK gaben 71% der Befragten an, dass sie das Auto als Verkehrsmittel für den Urlaub an erster Stelle sehen. Gerade bei längeren Fahrten ist es wichtig, konzentriert und entspannt zu bleiben. Die Playlist „Entspannt Autofahren“ von Amazon Music hilft dabei, fokussierter durch den Verkehr zu kommen – alle Songs wurden basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgewählt.


Mitglieder von Amazon Music Unlimited und Amazon Music HD können die wissenschaftlich analysierte Playlist “Entspannt Autofahren” auf Alexa-fähigen Geräten oder über die Amazon Music App streamen: https://music.amazon.de/playlists/B07S88VDTN. Nutzer der Sprachsteuerung Alexa können die Playlist ganz einfach mit dem Sprachbefehl „Alexa, spiel die Playlist ‚Entspannt Autofahren‘“ starten.

Ablenkung vs. Konzentration

Das Auto ist für viele der perfekte Ort um Musik zu hören. Musik kann dabei unser Fahrverhalten stark beeinflussen – im positiven wie im negativen Sinn. In vielen Studien wird ein positiver Effekt auf die Reaktionszeit nachgewiesen: Musik aktiviert und erhöht den Herzschlag, was wiederum die Reaktionszeit verkürzt. Auch bei besonders langen Autofahrten kann Musik wach und aufmerksam halten. Allzu laut sollte dabei aber nicht aufgedreht werden: bei hoher Lautstärke, egal ob durch Musik oder andere Geräusche, nimmt die Reaktionsfähigkeit wieder ab. Andere Studien wiederum weisen darauf hin, dass Musik ablenken und somit zu Unfällen oder riskantem Fahrverhalten führen kann. Entscheidend ist hierbei die Komplexität der Verkehrssituationen und der „Mental Workload“ – der Grad des Aufwands, den das Gehirn benötigt, um die Situation zu verarbeiten. Der Zusammenhang zwischen Erregungslevel und Aufmerksamkeitsressourcen wird als umgekehrte U-Kurve angenommen. Bis zu einem gewissen Level ist Aktivierung also förderlich für die Aufmerksamkeit – doch wird eine bestimmte Grenze überschritten, kehrt sich der Effekt um. In besonders schwierigen Fahrsituationen ist es demnach empfehlenswerter, auf besonders aufregende Musik zu verzichten oder die Musik ganz auszuschalten.


Musikgenres und Emotionen

Denkt man an Musik zum Fahren, kommt vielen wohl zuerst Classic Rock in den Sinn – nicht zuletzt inspiriert durch den Kultfilm „Easy Rider“. Das heißt aber noch lange nicht, dass diese Musik auch die einzige Wahl für eine Auto-Playlist sein muss. In Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Musikgenres und Unfallrisiko stellten sich die Genres Folk, Pop, Top 40, Alternative und Oldies als ideal zum Fahren heraus, da hier der Risikofaktor eher gering ist. Kritisch sieht es dagegen bei Metal, Hip/Hop und Rap, House oder Reggae aus. Der emotionale Gehalt der Musik steht hier im Fokus. Genres wie Rap oder Metal, die oft mit aggressiver Musik assoziiert sind, korrelieren demnach mit aggressiverem Fahrverhalten. Während aggressive Musik uns im Alltag helfen kann, Stress abzubauen, ist sie für eine Fahrsituation nicht förderlich, da sie sich direkt auf den Fahrstil überträgt. Aber auch extrem fröhliche Musik kann ablenken: Fahren können leichtsinnig werden und klopfen vielleicht den Rhythmus auf dem Lenkrad mit. Traurige Musik dagegen führt nachweislich zu einer Verlangsamung des Fahrtempos, da sich die Hörer verstärkt auf ihre inneren Emotionen konzentrieren. Kurz gesagt: wenn Musik sehr stark emotional berührt, führt dies zu affektiven Fahrweisen oder lenkt ab.

Die Playlist „Entspannt Autofahren“

Die Musik der Playlist wurde so zusammengestellt, dass sie beim Autofahren eine Aktivierung auslöst, ohne dabei so stark zu stimulieren, dass es zu affektiven Handlungen kommt. Um im obersten Bereich der umgekehrt U-förmigen Erregungs-Aufmerksamkeits-Kurve zu bleiben, liegt der Fokus auf Musikstücken mit einem mittleren Tempo. Der Four-On-The-Floor Beat von Heads Above (WhoMadeWho) ist ein gutes Beispiel für ein betontes, jedoch sehr ebenmäßiges rhythmisches Pattern, welches mit einem mittleren Erregungslevel verknüpft ist. Um den Mental Workload nicht zu überstrapazieren, setzt die Playlist auf konventionelle, harmonische Wendungen wie der Song Run To You (Tom Gregory). Auf komplex arrangierte Songs wurde verzichtet. Stattdessen wurde Wert auf melodische Phrasen mit längeren Sinnzusammenhängen sowie erkennbare Songstrukturen gelegt, um mit wenig mentalem Workload eine konstante Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dies wird durch eine breite Genreauswahl unterstützt, wobei Sub-Genres mit sehr aggressiven oder emotionalisierenden Inhalten weniger vertreten sind.

Alle Songs der Playlist “Entspannt Autofahren”:

The Movement - Frameworks
Circle - Phil France
"Álom - Bella Boo
Forgotten Ghosts- Jadu Heart
LA Trance - Four Tet
Velvet - Tropics
The Swimmer - Phil France
Avril 14th - Aphex Twin
Looped - Kiasmos
Parodia Flare - Tropics
Blurred - Kiasmos
Cirrus - Bonobo
Norrland - Gidge
Immunity - Jon Hopkins
Kerala - Bonobo
Becoming - Teen Daze
York (Original Mix) - Christian Löffler
All Melody - Nils Frahm
Show Me How - Men I Trust
Places - Shlohmo
Flim - Aphex Twin
Break Apart - Bonobo, Rhye
Hush - Tourist
Huldra - Gidge
Glasshouses - Maribou State
Moon Rising - Jadu Heart
Morse - Nightmares On Wax
Vetiver - Nick Mulvey
Hearts - Tourist
Thrown - Kiasmos
Aquarium - Nosaj Thing
Punta Cometa (Dancing For The Answers Alt Version) - Nick Mulvey
La ritournelle - Sébastien Tellier
That Home - The Cinematic Orchestra
If Music Was That Easy - Skalpel
Arrival of the Birds - The Cinematic Orchestra, The London Metropolitan Orchestra
Les Nuits - Nightmares On Wax
The Finishing - Stavroz
Sleep Sound - Jamie xx

Algorithmus auf wissenschaftlicher Basis

Die Playlist „Entspannt Autofahren“ entstand in Zusammenarbeit von Amazon Music mit der Düsseldorfer Agentur TRO. In Zusammenarbeit mit Universitäten betreibt TRO Forschung zur Wirkung von Musik und hat u.a. einen Algorithmus entwickelt, der Emotionen in Musik erkennt. Ein interdisziplinäres Team aus kreativen Musik-Supervisoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern stellt anhand von aus Studien gewonnen Parametern und mit Hilfe des Algorithmus-Tools geeignete Songs für die Playlist zusammen.