The Walking Dead

TWD zählt zu den besten Serien überhaupt, und auch die zehnte Staffel ist noch nicht das Ende.Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Comic von Robert Kirkman und Tony Moore. Kirkman ist auch einer der Produzenten, die Idee zur Serie stammt aber von Frank Darabont.


Geschichten mit Zombies waren durchaus nicht neu, aber die post-apokalyptische Story überzeugte ihre Zuschauer bereits in der ersten Folge. Die beginnt mit Rick Grimes (Andrew Lincoln), der aus dem Koma erwacht und sich in einer völlig neuen Situation zurecht finden muss. Inzwischen wurden die meisten Menschen zu Zombies (die in der Serie aber eigentlich Beißer oder Streuner genannt werden) – der Auslöser für die Apokalypse ist allerdings noch nie aufgeklärt worden. Er macht sich auf die Suche nach seiner Familie, die sich bereits einigen anderen Überlebenden angeschlossen hat. Auf der Suche nach einem sicheren Ort müssen die Menschen sich immer wieder den Untoten stellen, doch die eigentliche Gefahr geht eher von anderen Gruppen von Überlebenden aus. Diese Tatsache zieht sich bis heute wie ein roter Faden durch die Serie. Sei es der Governor ab Staffel drei oder die Saviors ab Staffel sechs: Die Protagonisten hatten schon so manchen Kampf zu führen.



Betrachtet man die Story einmal ganz neutral, geht es aber nicht um Gut gegen Böse, sondern nur um eines: Überleben. Jede Gruppe versucht, ihre Existenz auf ihre eigene Art zu schützen. Dass da die Begegnung mit anderen Menschen nicht immer friedlich verläuft, versteht sich von selbst, denn jeder wird automatisch erst einmal als potenzieller Feind angesehen. Natürlich ging die Hauptgruppe bisher immer als Sieger aus diesen Kämpfen hervor, allerdings nicht immer ohne Verluste. Der Kern verändert sich immer wieder, und der Verlust einiger Hauptfiguren kam bei den Zuschauern nicht immer gut an, wie zu Beginn der siebten Staffel, als unter anderem der Publikumsliebling Glenn (Steven Yeun) von Negan, dem Anführer der Saviors, regelrecht hingerichtet wurde. Auch das Ende von Rick Grimes und seinem Sohn Carl (Chandler Riggs) sorgte bei vielen für Unverständnis – doch eigentlich ist es bei TWD wie im richtigen Leben: Manchmal muss man sich verabschieden, denn auch wenn die Entwicklung der einzelnen Charaktere durchaus interessant ist: irgendwann lässt sich auch die beste Geschichte nicht weitererzählen.


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Dem aufmerksamen Zuschauer entgeht allerdings nicht, dass die Storyline nicht immer so ganz gradlinig verläuft. Während sich die Protagonisten anfangs noch sehr aufwendig als Beißer tarnen müssen, um sich gefahrlos unter diesen bewegen zu können, reicht bei den Whisperern (die aktuellen Feinde) eine schlichte Maske, die aus den Gesichtern der Untoten gemacht wurde. Auch die Zeitlinie ist nicht immer optimal. So dauerte die Schwangerschaft von Darstellerin Maggie (Lauren Cohen) gefühlt zwei Jahre – der Bauch war lange nicht zu sehen, bis schließlich in kürzester Zeit auch dieser wuchs und das Baby kam.

Trotz allem kann man über diese kleinen Fehler hinwegsehen. Auch wenn es immer wieder Folgen gab, die einfach zu langgezogen wirkten und die Geschichte ein wenig an Schwung verlor – es lohnt sich, nicht einfach abzubrechen, denn die letzte Staffel hat endlich wieder zu ihrer ursprünglichen Spannung zurückgefunden