I Am Not Okay With This

Allzu lange dürfte das nicht dauern, denn eine Folge dauert nur zwanzig Minuten – perfekt für zwischendurch.
Das Grundgerüst der Geschichte dürfte vielen bekannt vorkommen. Unauffälliger Teenager lebt in einer Kleinstadt, hat private Probleme und ist unglücklich verliebt – der Klassiker eben. Doch dieser Teenager hat verborgene Kräfte: in der jungen Dame erwachen telekinetische Fähigkeiten, wenn sie mit der Gesamtsituation unzufrieden ist. Auch das ist aber nicht neu, Stephen Kings Carrie hatte dasselbe Problem. Warum also diese Serie ansehen? Ganz einfach – weil Serien der Unterhaltung dienen. Weil das Prinzip nicht neu, aber dennoch nicht langweilig ist. Und wenn wir ehrlich sind: so wirklich neue Storys für Serien gibt es fast gar nicht. Alles hat man irgendwie immer schon einmal gesehen.


Die Story:

Die 17jährige Sidney lebt seit dem Suizid ihres Vaters allein mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in einer Kleinstadt irgendwo in den Staaten. Den Tod ihres Vaters kann sie nicht verkraften, sie weiß nicht, warum er den Freitod wählte. So gibt sie ihrer Mutter die Schuld, doch als Sidney von ihr die ganze Wahrheit erfährt, erklärt sich auch, was mit ihr selbst passiert: sie entwickelt telekinetische Fähigkeiten, die immer dann zum Vorschein kommen, wenn es um ihren Vater geht. Doch das allein ist nicht ihr einziges Problem. Sie ist in ihre beste Freundin verliebt, die ihrerseits aber ein Auge auf einen Mitschüler (ebenfalls sehr klassisch klischeehaft: der dumme Footballspieler) geworfen hat, sie kann die Gefühle ihres Kumpels und Nachbarn Stanley nicht erwidern, obwohl sie es versucht und dazu kommen natürlich noch die üblichen Probleme, wie es sie in jeder Serie an den Highschools gibt.


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All das bietet reichlich Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Geschichte, und man entwickelt durchaus Sympathien für den ein oder anderen Charakter.


„I Am Not Okay With This“ erinnert sehr an „Stranger Things“, und das ist angesichts der Tatsache, dass beide Serien dieselben Produzenten haben, auch keine Überraschung. Wer also die eine mag, wird auch die andere mögen. Und alle, die beide noch nicht kennen, sollten doch einmal reinschauen, denn die Serie bietet trotz aller Klischees und bekannter Storys entspannte Unterhaltung.