Haus des Geldes

Doch spätestens am Ende der ersten Folge wird klar: hier wurde eine großartige Serie geschaffen.

Die Story Staffel eins und zwei

Sergio Marquina hat den perfekten Plan entworfen, um das große Geld zu machen. Er möchte es nicht stehlen, sondern sich seine Beute selbst drucken. Dazu muss er in die spanische Banknotendruckerei kommen und sich genügend Zeit verschaffen, um die anvisierte Summe zu erreichen. Damit er den Plan auch umsetzen kann, heuert er acht Kleinkriminelle an, die ihm mit ihren jeweils ganz eigenen Fähigkeiten dabei helfen sollen. Um ihre Identität zu schützen, bekommen sie neue Namen, die sich an Städten orientieren. Marquina nennt sich „Professor“. Während die acht Helfer die Banknotendruckerei einnehmen und mit der Arbeit beginnen, sorgt der Professor von außen dafür, dass die Bank nicht gestürmt wird. Mit viel Einfallsreichtum und einer perfekten Organisation gelingt es ihm, doch auch die beste Planung kann nicht jedes Detail beinhalten. So ergeben sich immer wieder Situationen, die Änderungen des Plans erzwingen: Mal gibt es unerwartete Reaktionen der Geiseln, mal sind es die Bankräuber selber, die den Professor zum Handeln zwingen. Und auch er selbst muss mit unerwarteten Folgen umgehen, als er sich ausgerechnet in die leitende Ermittlerin verliebt. Letztendlich gelingt die Durchführung des Plans, wenn auch nicht unbedingt so, wie der Professor es sich vorgestellt hat.


pixarno /stock.adobe.com

Die Story Staffel drei

Seit dem letzen Überfall sind zwei Jahre vergangen. Alle überlebenden Beteiligten sind über die ganze Welt verteilt und leben unentdeckt, bis die Polizei endlich eine Spur hat und einen von ihnen verhaftet. Um an die anderen heranzukommen, schreckt die neue Ermittlerin Inspectora Alicia Sierra auch vor Folter nicht zurück. Als der Professor davon erfährt, setzt er alles daran, seinem Gefährten zu helfen. Der Plan: Er möchte den Plan seines verstorbenen Bruders umsetzen und die spanische Zentralbank besetzen, um die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen. Mit einem cleveren Schachzug sichert sich der Professor die Symphatien der Bevölkerung, doch die Behörden versuchen alles, um die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen und brechen dazu sogar die Regeln.



Während das Team in der Bank mit den Behörden und den Geiseln zu tun hat, spürt die Polizei den Professor und seine Partnerin auf. Doch während er in seinem Versteck unentdeckt bleibt, muss er über Funk mithören, wie seine Partnerin offensichtlich erschossen wird. Währenddessen spitzt sich auch die Lage in der Zentralbank zu, denn auch hier gehen die Behörden radikale Wege. Die letzte Folge ließ die Zuschauer mit einem gewaltigen Cliffhanger zurück: Wird die Bank gestürmt? Wer überlebt, wer nicht? Wie macht der Professor weiter, nachdem er den Behörden den Krieg erklärt hat?

Am 3. April begann nun auf Netflix die vierte Staffel, in der es um das nackte Überleben geht – Intrigen von allen Seiten spielen dabei ebenso eine Rolle wie Probleme untereinander.


Und dann? Eigentlich hatte der Schöpfer der Serie, Alex Pina, „Haus des Geldes“ als kurze Fernsehserie über einen Raubüberfall geplant. Doch angeblich soll es tatsächlich noch eine fünfte Staffel geben. Wünschenswert wäre es, denn die Geschichte um den Professor und sein Team ist auch nach der vierten Staffel sicher noch nicht zu Ende erzählt.